Schützengesellschaft "Gemütlichkeit"

Simbach 1850 e.V.

  

Die Schützengesellschaft "Gemütlichkeit " kann schon auf eine lange Tradition zurückblicken.
Das Staaatsarchiv Landshut bescheinigte die Existenz von Pulverrechnungen aus dem Jahre 1850.
 

Die Gründung der damaligen "Polzenschützen" dürfte schon früher erfolgt sein.
Um 1900 setzte sich die Gesellschaft überwiegend aus Geschäftsleuten zusammen. Jedes aktive Mitglied mußte sein eigenes Gewehr, einen Zimmerstutzen, besitzen. Die Schießabende wurden jede Woche in einem anderen Lokal abgehalten. Jeder Schütze hatte seinen eigenen Stand mit sich.

Der Schießbetrieb ruhte während des 1. Weltkrieges. Nach Beendigung des Krieges wurde das Vereinslebenwieder wach. Hervorragende Schützen in jener Zeit waren die Gebrüder Karl und Xaver Gerauer, Karl Wirnhier, Georg Egger und Max Weigl. Am Geltermeierberg wurde mit Unterstützung des damaligen Herbergsvaters Franz Henghuber eine Blockhütte mit fünf 50m-Kleinkaliberständen errichtet. Von 1928 an wurde alljährlich der Schützenkönig ermittelt.
Während des 2. Weltkrieges ruhte wiederum der Schießbetrieb, die Königskette wurde von Xaver Gerauer vergraben.

1949 wurde im Gasthaus Henghuber der Schießbetrieb mit dem Luftgewehr wieder aufgenommen. Seit dieser Zeit nennt sich der Verein "Schützengesellschaft Gemütlichkeit".

1961 trat die Schützengesellschaft dem Schützengau Rottal bei.

Am 06.06.1970 feierte die Schützengesellschaft ihr 120-jähriges Bestehen mit einer Fahnenweihe. Es nahmen ca. 700 Schützen aus 60 Vereinen teil. Als Schirmherr fungierte MdB Dr. Fritz Kempfler, die Fahnenmutter war Anna Neumeier.

1975 war die Schützengesellschaft Gemütlichkeit mit 175 Mitgliedern der stärkste Verein im Gau Rottal.
Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte im Jahr 1981. Der Verein nennt sich von nun an "Schützengesellschaft Gemütlichkeit 1850 e.V".